IK 312.3 Korsholt - A
IK No. adjusted: 312,3
Material
gold
Seriation Group
:H-
Condition
no_information; Worn: No
Diameter
mm
Diameter info
Weight
g
Stitch hole
No
Found year
2016
Fake suspicious
No
Museum
Registration No
Delivered
Category of Inscription
runes
Inscription
I: →xuþaþitxihxilaldṭxuiuuxṭwx II: ←ut?l
Inscription long
In der Randzone eine rechtsläufige Runenschrift (I) in einem Zierband, das an beiden Enden in zwei sich gegenüberstehenden Raubvogelschnäbeln ausläuft. Ein zweiter Zeichenkomplex (II) befindet sich im Segement 3. I beginnt rechts unter der Öse: xuþaþitxihxilaldṭxuiuuxṭwx R. 1: Stab mit drei links abgehenden parallelen Seitenzweigen (vgl. R. 21 auf Lindkær – hier Nr. 110 –). Wegen des leicht aufwärts führenden obersten Seitenzweiges kaum a (Bugge, Olsen), sondern eher f. Da das Zeichen mit abwärts führenden Zweigen am Schluß wiederkehrt, könnte es sich auch um außerrunische Anfangs- bzw. Schlußzeichen handeln. R. 7: Sturzform von t mit tiefer angesetzten Zweigen; R. 8: in Form eines lat. N mit senkrecht stehender Mittellinie; R. 11: in Form eines gestürzten u, das nicht die Basis erreicht; R. 17 (wie R. 24): t mit gedoppeltem Zweigpaar (vgl. Overhornbæk (III)-C – hier Nr. 140 – R. 13); R. 18: Stab mit beiderseits versetzt abgehenden Seitenzweigen; R. 19, 21, 22: Sturzformen; R. 23: zwei mit der Öffnung zueinandergekehrte flache Bogen; R. 26: vgl. zu R. 1. II (linksläufig) beginnend mit einem außerrunischen Zeichen (vgl. Z. 18 auf Vindum-A – hier Nr. 384 –) ut? (mit waagerechten Seitenzweigen) l (mit tief angesetztem Seitenzweig). Ältere Gesamtdeutungen (Bugge, Olsen) von I wurden wieder aufgegeben, da einige Zeichen nicht sicher bestimmt werden können. Falls die Runenfolge 11-16 als wīlald (u für w?) aufgefaßt werden darf, dann liegt dasselbe Lemma wie auf Eskatorp/Väsby – hier Nr. 241,1 und 2 – vor, das "Kunstwerk" bedeutet und vielleicht den Brakteaten selbst bezeichnet. Im Anfang wäre ein Futhark-Zitat zu erwägen. Bei II braucht keine Runeninschrift vorzuliegen, es kann sich auch um Beizeichen handeln, von denen zwei in diesem Fall runenähnlich wären. Stephens, ONRM II, 1867-1868, S. 540f. Nr. 28; Bugge, 1905, S. 241ff.; Olsen, 1907, S. 19ff.; v. Grienberger, 1908, S. 388ff.; DRI, 1942, Sp. 508ff. Br. 21, Atl. S. 414; KJ, 1966, S. 265f. Nr. 129; Krause, 1971, S. 159 Nr. 71; Nielsen, 1977, S. 357f.
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