IK 24 Bjørnerud - A

IK No. adjusted: 24

He in as a pictorial descendant of a Roman emperor, with boar (Er in der Kaiserbildnachfolge und der Eber)

Material
gold
Condition
damaged; Öse ausgerissen. Worn: No
Diameter
26 mm
Weight
3.1 g
Compass hole
No
Found year
1895
Museum
Universitetets Oldsaksamlingen, Oslo
Registration No
17955
Fake suspicious
No
Seriation group
253:H3

Category of Inscription
runes
Inscription
←alu
Possible formular word
alu
Inscription long
Linksläufige Runeninschrift im Segment 1. alu. Bei R. 3 u wird ein Teil der über den Runen verlaufenden Bogenlinie in die Lesung einbezogen. Urn. alu gilt als magisches Formelwort ungewisser Bedeutung. Die bisher angenommene Grundbedeutung "Raserei, Ekstase" und daraus "der in der Ekstase hervorgebrachte Zauber" (KJ, 1966, S. 239; Düwel, 1968, S. 14) ist in Frage gestellt worden, nachdem die von Polomé, 1954, S. 45, vorgeschlagene Verknüpfung mit heth. aluanzatar "Zauber" durch Neu, 1974, S. 77f. Anm. 139, zurückgewiesen wurde. Während Conant, 1973, S. 472f. wenig wahrscheinlich alu als N. PI. al(l)u (vgl. an. ǫll, sc. "Götter") auffaßte, hat Høst, 1981, S. 45ff. wieder an an. ǫl "Bier, Rauschtrank" angeknüpft und dessen Bedeutung in Kult und Magie betont. Die Annahme einer Bedeutung "Abwehr, Schutz, Tabu" kann sich nur auf unsichere Etymologien und vermutete Funktionen der alu-Inschriften stützen. Über das häufige Vorkommen der Formel auch als Namenwort vgl. KJ, 1966, S. 239, s. ferner Krause, 1971, Wörterverzeichnis s.v. alu. Dabei hervorzuheben: ǫlnir als Zwergenname und Name eines Odinssohnes in den þulur, sowie das damit gebildete Odinsheiti Geirǫlnir und die Schlangenbezeichnung grjótǫlnir. "Auf Brakteaten findet es sich verschiedentlich als einziges Wort (Nr. 103)" – hier Nr. 78 und 97 – "in Verbindung nur mit einem Personennamen (Nr. 104)"-hier Nr. 4 3 – "zusammen mit dem Formelwort laukaʀ (Nr. 109-110)"-hier Nr. 166 und 26 – "mit laþu (Nr. 119)" - hier Nr. 58 – "mit laþu laukaʀ (Nr. 120)" – hier Nr. 149 – , "endlich in entstellter Form und in Verbindung mit anderen Formelwörtern (Nr. 113-115)" (KJ, 1966, S. 239) – hier Nr. 13,1-3; 75,1-3; 129,1 und 2. Bugge, NRI I, 1891-1903, S. 428ff., Nr. 36; KJ, 1966, S. 239f., Nr. 103, Anm. 1; Conant, 1973, S. 467ff.; Antonsen, 1975, Nr. 82; Gerd Høst, 1976, S. 99f.; DIES., 1981, S. 35ff.; Düwel, 21983, S. 126f.; Antonsen, in: »Opfer«-Kolloquium, 1983, S. 334f.

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